Aktuelles aus der Presse (20.-24.01.08)

Nichtraucherschutz in Sachsen-Anhalt - Verhaltene Bilanz nach drei Wochen Rauchverbot (Mitteldeutsche Zeitung, Artikel von Ramona Köhler und Norbert Claus)
Ministerium dringt auf konsequente Umsetzung - Städte kontrollieren noch nicht
Magdeburg/ddp. Drei Wochen nach Einführung des neuen Nichtraucherschutzgesetzes dringt das Gesundheitsministerium trotz einer halbjährigen Übergangsfrist bereits jetzt auf die konsequente Umsetzung. Gaststätten, in denen mit Verweis auf die Übergangsfrist bis zum 1. Juli das Gesetz noch nicht umgesetzt wird, werden in den nächsten Tagen Post vom Gesundheitsministerium erhalten, sagte Sprecher Holger Paech in Magdeburg. Der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) wird nach Angaben seines Hauptgeschäftsführers Wolfgang Schildhauer Ende Februar eine umfassende Bilanz nach der Gesetzeseinführung ziehen. weiterlesen ...

SCHWEINFURT/BERGRHEINFELD
Rauchverbot sorgt für einigen Ärger (Main Post, Hannes Helferich )
Gaststätten-Verband animiert dazu, schwarze Schafe anzuzeigen
Das strenge Rauchverbot in der bayerischen Gastronomie hat, wie erwartet, eine selten besser besuchte Jahresversammlung des Bayerischen Hotel- und Gaststättenverbandes (BHG) im Hotel Astoria in Bergrheinfeld beherrscht. Josef Albert (Brückenbräu Schweinfurt) wird die 110 Mitglieder aus Stadt und Landkreis weitere zwei Jahre führen. Er wurde einstimmig bestätigt. Herzliche Dankesworte gab es für den Gastgeber und nicht mehr für den Vorstand kandidierenden Hotelier Wolfgang Weide.
Spannend wurde es nach Wahl und Ehrung unter dem Punkt „Aktuelles“. Thema: Natürlich das Rauchverbot, das der Bergrheinfelder Gastronom Otto Rudloff los trat. Er sprach von einem „Rauchertheater“, nannte die Rigorosität des weißblauen Gesetzes einen „Irrsinn“ und eine „Dummheit“. Artikel weiterlesen ...

Nur für Mitglieder - Wirte tricksen gegen das Rauchverbot
(Augsburger Allgemeine)
München/Germering (ddp) - Das neue Rauchverbot lässt die bayerischen Wirte in die Trickkiste greifen. Weil Rauchen in geschlossenen Gesellschaften weiter erlaubt ist, setzten viele auf die Einrichtung von Raucherklubs. Sie installieren elektronische Zugangssysteme und verteilen spezielle Mitgliederausweise, um sicherzustellen, dass nur Mitglieder in den Raucherklub kommen.
"Die Nachfrage ist im Moment rapide steigend", berichtet Michael Maresch, der solche Zugangsgeräte vertreibt. 20 Anlagen seien schon rausgegangen. 50 weitere Anfragen lägen ihm bereits vor. lesen Sie weiter ...

Hessen sagen Ja zum Rauchverbot (hr-online)
Dreieinhalb Monate nach Einführung des Rauchverbots in hessischen Gaststätten und Kneipen stößt das Gesetz auf breite Zustimmung. 72 Prozent der Hessen befürworten einer aktuellen Umfrage zufolge die neue Regelung. Selbst die Raucher in Hessen haben sich mittlerweile offenbar daran gewöhnt, zum Rauchen vor die Tür zu gehen. Laut der Infratest-dimap-Umfrage im Auftrag der hessischen Landesstelle für Suchtfragen unterstützen sogar 73 Prozent der Gelegenheitsraucher das Gesetz. diesen Artikel weiterlesen ...

Kaum Widerstand in Hessen (FOCUS online, jba)
Das Rauchverbot in Gaststätten und Diskotheken kommt in Hessen bei den Bürgern gut an. In der bundesweit ersten repräsentativen Umfrage nach Inkrafttreten des Gesetzes am 1. Oktober unterstützten 72 Prozent der Befragten die neue Regelung. Selbst 73 Prozent der Gelegenheitsraucher und 38 Prozent der starken Raucher sprachen sich laut der Erhebung des Meinungsforschungsinstitutes Infratest dimap für das Rauchverbot in Gaststätten und Diskotheken aus. „Es gibt keinen Grund, das Gesetz zu novellieren“, sagt denn auch Franz-Josef Gemein, Sprecher des hessischen Sozialministeriums. Die Gäste würden sich bereits an die veränderte Situation gewöhnen. weiterlesen ...

Neue Strategien der Tabakindustrie (FOCUS online, Artikel von Sandra Zistl)
Die Tabakindustrie nutzt im Kampf gegen das Rauchverbot neue Strategien. Sie unterstützt Wirte beim Einrichten von Raucherbereichen.
„Uns ist es wichtig, dass unsere Konsumenten weiterhin Zigaretten rauchen können“, sagte der Sprecher des Hamburger Zigarettenherstellers Reemtsma, Sebastian Blohm. Das Unternehmen will der Gastronomie „finanziell und technisch“ helfen, Raucherräume einzurichten. In Bayern, wo keine Raucherräume ausgewiesen werden dürfen, sei die Kooperation „besonders schwierig“, aber „nicht per se auszuschließen“ sagte Blohm gegenüber FOCUS Online. Hier könne man sich eine Zusammenarbeit bei der Gestaltung der Außenräume vorstellen. Allerdings gelte dieses Angebot nur für spezielle Partner. Wie viele dies in Deutschland sind und wie viel Geld Reemtsma auf diese Weise in den Erhalt seines Kundenstamms investieren möchte, sagte Blohm nicht. weiterlesen ...