Meldungen aus der Presse (31.01.-03.02.)

Rauchverbot: Zwei Lübecker Wirte in Finanznot (Lübecker Nachrichten, v. Schabnam Tafazoli)
Lübeck - Der erste Wirt der Stadt schließt seinen Laden, der zweite ist kurz davor: Denn seit das Rauchen in Gaststätten untersagt ist, bleiben die Gäste weg. Die Heilige Madonna an der Wand nützt ihm auch nichts mehr. Pavlos Iliadis sitzt mit dem Rücken zu ihr, starrt auf seinen Tisch. "Meine Gäste haben gesagt, sie kommen im Sommer wieder, wenn sie draußen sitzen und rauchen können." Davon kann der 48-Jährige nicht leben. Die Enttäuschung ist ihm anzusehen - die schwere Entscheidung, die er fällen musste, auch: "Ich schließe." Nach dreißig Jahren lädt er seine Gäste morgen zum letzten Mal in sein Restaurant"Der Grieche" in die Brolingstraße. "Das war's - dank des Rauchverbots."  weiterlesen ...

Rauchverbot: Ein Monat draußen vor der Tür (Augsburger Allgemeine, Artikel von Karin Seibold)
Augsburg/Ingolstadt/Kempten Die versperrte Tür soll die Gäste anlocken. "Geschlossene Gesellschaft", hat der Wirt mit blauem Filzstift auf ein Blatt geschrieben und hat das Schild neben die Eingangstür gehängt. Einladend geht anders. Doch Ludwig Überacker ist sicher: Das ist seine einzige Chance. "Wenn ich meine Raucher verliere, kann ich zusperren", fürchtete er noch im Dezember. Doch gerade dieses Zusperren löst nun womöglich sein Problem: Mit dem System "geschlossene Gesellschaft" hat der Wirt des Pilspub "Malu" in Ingolstadt einen Weg gefunden, das Rauchverbot zu umgehen. Er ist nicht der einzige. weiterlesen ...

Raucherkneipen sollen erhalten bleiben (RP Online)
SPD rüttelt am Rauchverbot
(RP) Erst vor kurzem sorgten Hamburgs bekannteste Raucher, Altkanzler Helmut Schmidt (SPD) und seine Ehefrau Loki, für Schlagzeilen, als sie sich trotz Rauchverbots beim Neujahrsempfang in der Komödie Winterhuder Fährhaus eine Menthol-Zigarette nach der anderen anzündeten. „Loki und Smoki“, wie sie eilig getauft wurden, bekamen sogar von Mitarbeitern des Hamburger Theaters einen Aschenbecher gereicht, niemand protestierte. Allein die Nichtraucher-Initiative Wiesbaden erstattete Strafanzeige wegen Körperverletzung und Verstoßes gegen das seit dem 1. Januar geltende Rauchverbot. weiterlesen ...

Närrisches Rauchverbot (FAZ, ein Atikel von Patricia Andreae)
31. Januar 2008 Dass Raucher lasterhafte Wesen sind, ist ja nun hinlänglich bekannt, macht sie aber doch auch wieder sympathisch. Vielleicht kommt es deshalb neuerdings zu so vielen netten Begegnungen unter den Heizpilzen vor den Kneipen, wohin sich die Geächteten flüchten müssen. Äußerst unschön ist allerdings, dass die armen Wirte – vom Rauchverbot ohnehin nicht gerade beglückt – nun offenbar auch noch häufig um die Zeche geprellt werden, weil die Gäste nur schnell zum Rauchen vor die Türe gehen und dann verschwinden. weiterlesen ...

Umfrage zum Rauchverbot (Sueddeutsche.de, dpa/ddp-bay/bica/mako)
Der Monat danach. Seit einem Monat gilt das Rauchverbot in insgesamt elf Bundesländern. Aber die Umsetzung wird noch völlig unterschiedlich gehandhabt.
Auch wenn der Freistaat das schärfste Nichtrauchergesetz hat und noch nicht einmal in abgetrennten Nebenräumen oder in Bierzelten geraucht werden darf. Die Bayern sind mit der neuen Regelung, die seit 1. Januar 2008 in Kraft ist, zumeist zufrieden – zumindest, wenn man die Nichtraucher fragt. "Es ist erfreulich ruhig an dieser Front", heißt es im Gesundheitsministerium. Demnach befürworten fast zwei Drittel der Bayern (65 Prozent) das Rauchverbot in Gastwirtschaften. 30 Prozent lehnen das Gesetz hingegen ab. Unter den Rauchern ist der Widerstand aber weiter groß. 75 Prozent lehnen das generelle Rauchverbot ab. Nur knapp 19 Prozent begrüßen es. Das geht aus einer Umfrage des Münchner Instituts für Marktforschung (mifm) im Auftrag des Radiosenders Bayern 1 hervor.  weiterlesen ...