Pressemeldungen (09.-14.04.)

Wirte wettern gegen Rauchverbot: Kneipen fürchten um ihre Existenz
(Lübecker Nachrichten)
Lübeck - Über 100 Wirte und Gäste demonstrierten gestern in den Innenstadt gegen das Nichtraucherschutzgesetz. Rita Lo Prete, Vorsitzende der Interessengemeinschaft Lübecker Wirte, warnte CDU und SPD angesichts der Kommunalwahl: "Man sollte die Rechnung nie ohne den Wirt machen."  weiterlesen ...

17 Hamburger Wirte klagen gegen das Rauchverbot
(WELT Online, Artikel von Simone Meyer)
Hotels, Restaurants und Kneipen reichen Beschwerde beim Bundesverfassungsgericht ein - Demonstration für den 23. April geplant
Im Kampf gegen das Rauchverbot ziehen Hamburger Wirte vor das Bundesverfassungsgericht: Bisher haben 17 Betriebe Beschwerde eingereicht. Weil diese juristische Möglichkeit in der Hansestadt nicht besteht, drängen sie gleich nach Karlsruhe. "Wir werden definitiv in Existenznöte gebracht", sagt Initiator Martin Schulte, Dehoga-Kreisvorsitzender in Eimsbüttel. "Die in Karlsruhe müssen einfach mal merken, dass dieses Gesetz Arbeitsplätze gefährdet." weiterlesen ...

Ich zahle nur zähneknirschend (Osnabrücker Zeitung)
Aus 173,50 Euro Bußgeld wurden 30 Euro, die Hans-Udo Agarius jetzt zahlen will. „Zähneknirschend“, wie er sagt. Denn der Sinn der Bürokratie leuchtet ihm nicht ein. Dem Betreiber des Osnabrücker Pizzahauses war vor einigen Tagen ein Bußgeldbescheid ins Haus geflattert. Weil er es versäumt hatte, am Eingang seiner Gaststätte auf das Rauchverbot hinzuweisen, sollte er 150 Euro Geldbuße und 23,50 Euro Gebühren und Auslagen berappen. weiterlesen ...

Das Rauchverbot und die Verfassung (Süddeutsche Zeitung)
Gegner und Befürworter ziehen vor Bayerns höchstes Gericht. Alle kritisieren das neue Gesetz, nur der Gesundheitsminister spricht von einem "Riesenfortschritt".
Seit 100 Tagen wird in der Memminger Kellerkneipe "Treff" eine höchst erfolgreiche Komödie aufgeführt. Zwar ohne Namen, aber mit einem klar definierten Inhalt: Es wird genüsslich geraucht. "Der Umsatz ist um etwa 20 Prozent gestiegen", sagt Treff-Impresario Robert Manz. Er ist einer von vielen bayerischen Wirten, die das Rauchverbot mehr oder weniger legal umgehen. Manz argumentiert mit der Kunstfreiheit. Auf Theaterbühnen ist das Rauchen weiter erlaubt und so hat der Wirt seine Kneipe zu einer solchen erklärt. Darsteller sind die Gäste, die die Zeit vor dem Rauchverbot nachspielen. weiterlesen ...

Rauchverbot löst sich langsam auf
(Der Tagesspiegel, von Cay Dobberke und Christoph Stollowsky )
Der Qualm verzieht sich nicht: In den wenigsten Berliner Bars und Kneipen wird das Rauchverbot durchgesetzt. Der Grund ist die harte Konkurrenz.
Die Aschenbecher innen fortgeräumt, vor der Tür ein Zelt für die Raucher: Anfang des Jahres lief im „Café Solo“ an der Pariser Straße in Wilmersdorf noch alles vorbildlich im Sinne des Nichtraucherschutzgesetzes. Aber dann stellten dessen Inhaber fest, dass fast alle Bars und Kneipen ringsum das seit 1. Januar gültige Rauchverbot in der Gastronomie ignorierten. Bis zum Ende der Übergangsfrist am 1. Juli wollte sich kaum jemand daran halten, weil erst danach Bußgelder fällig werden. „Es blieb uns nichts anderes übrig, als bei Rauchern im Gastraum wieder wegzuschauen“, sagt Café-Solo-Wirt Peyman Weimann. „Sonst wären zu viele Gäste zur Konkurrenz abgewandert.“ Nun stehen die Ascher zwar nicht mehr auf den Tischen, werden aber auf Anfrage geholt. weiterlesen ...