Meldungen aus der Tagespresse (21.01.-08.02.09)

Hamburg steht vor absolutem Rauchverbot (Hamburger Abendblatt, Rebecca Kresse)
Vertreter aller vier Bürgerschaftsfraktionen haben sich gestern Abend für ein absolutes Rauchverbot in der Hamburger Gastronomie ausgesprochen. Damit könnte die Hansestadt das erste Bundesland sein, das diesen konsequenten Weg im Nichtraucherschutz geht. Nach einer Expertenanhörung vor dem Gesundheitsausschuss zeigten sich Mitglieder von CDU, GAL, SPD und Linken ungewohnt einig: "Diese Anhörung hat uns darin bestärkt, für ein absolutes Rauchverbot zu plädieren", hieß es. weiterlesen ...

Gastronomen schießen Eigentor (die tageszeitung, Uta Gensichen)
Kneipenwirte und Handelskammer wollten vor dem Gesundheitsausschuss der Bürgerschaft für die Rauchfreiheit werben. Nun sind sogar Befürworter von Eckkneipen für ein totales Verbot.
Als sich am Donnerstagabend die Mitglieder des Gesundheitsausschusses zu einer Expertenanhörung versammelt hatten, rechnete wohl niemand damit, dass sich alle vier Bürgerschaftsfraktionen einhellig für ein komplettes Rauchverbot aussprechen würden. Geladen waren neben Nichtraucher-Initiativen auch Vertreter der Handelskammer und des Gaststättenverbandes (Dehoga). Die SPD-Fraktion hatte sogar den Abgeordneten Thomas Böwer kommen lassen, bekennender Raucher und Befürworter von Eckkneipen. weiterlesen ...

Volksbegehren gegen Rauchverbot startet (Berliner Morgenpost)
Und wieder werden in Berlin Unterschriften gesammelt. Diesmal für die Lockerung des Rauchverbots in Kneipen und Restaurants. Nach dem Willem der Initiative Genuss Berlin, sollen Wirte künftig selbst entscheiden, ob in ihren Lokalen geraucht werden darf. Um die notwendigen 170.000 Stimmen zusammen zu bekommen, müsste sich rund ein Fünftel der Berliner Raucher in die Listen eintragen. Berliner Wirte starten an diesem Montag ein Volksbegehren gegen das Rauchverbot. Die „Initiative Genuss Berlin“ will mit der Unterschriftensammlung das Nichtraucherschutzgesetz kippen. Das Volksbegehren hat den Titel „Wahlfreiheit für Gäste und Wirte – kein Rauchverbot in Berliner Gaststätten“. weiterlesen ...

Nicht praxistauglich
Rauchverbot: Wirtshauskultur-Verein kritisiert Entwurf  (süddeutsche, Astrid Becker)
Es war zu erwarten. Der Verein zum Erhalt der bayerischen Wirtshauskultur (VEBWK) verbucht den geänderten Gesetzesentwurf zum absoluten Rauchverbot in der Gastronomie als "Riesenerfolg" für sich. Er übt aber noch immer auch harsche Kritik an den neuen Plänen der bayerischen Staatsregierung.
Da ist zum Beispiel der Passus, dass lediglich Wirte, die Lokale bis zu einer Gastfläche von 75 Quadratmetern betreiben, selbst entscheiden dürfen, ob bei ihnen geraucht werden darf oder nicht - allerdings nur, wenn sie lediglich "kalte und einfach zuzubereitende warme Speisen" servieren. Der Verein fragt sich an dieser Stelle ebenso wie bereits Anfang der Woche Kreisverwaltungsreferent Wilfried Blume-Beyerle, was darunter zu verstehen ist. "Für einen Sternekoch ist wahrscheinlich jedes seiner Gerichte einfach zuzubereiten", vermutet der Vereinsvorsitzende Franz Bergmüller. weiterlesen ...