Wir sind für ein Rauchverbot in der Gastronomie
Marcel Tönnes, Düren schrieb am 13.08.2008Gut sind auch jene Propheten, die voraussagen, dass nach den Rauchern die Übergewichtigen oder die Alkoholkonsumenten auf der Abschussliste stehen. Aber diese Propheten haben eines nicht verstanden. Es geht nicht um den Schaden, den Raucher sich selbst zufügen, sondern um den Schaden, den sie vollkommen willkürlich jedem in Ihrem Umfeld zufügen. Übergewichtige oder Alkoholkonsumenten schaden nur sich selbst. Natürlich sterben jedes Jahr auch Menschen durch Alkohol am Steuer (missbräuchliches Verhalten läßt sich nie ganz vermeiden), aber noch lange nicht jeder Mensch, der ein Glas Bier oder Wein trinkt, schadet damit unmittelbar seinen Mitmenschen. Schon der erste Zug eines Rauchers an einer Zigarette schadet unmittelbar den Menschen in seiner Umgebung.
Immer wieder ist von der Intoleranz der Nichtraucher zu hören, doch hierbei handelt es sich um eine vollkommen verdrehte Diskussion, denn nicht er Nichtraucher ist intolerant. Immer wieder liest man "Wer zwingt Nichtraucher in eine Kneipe zu gehen?" aber die richtige Frage lautet "Wer zwingt Raucher in eine Kneipe zu gehen und genau dort zu rauchen". Jeder Mensch darf sich frei bewegen, das gilt für Raucher, wie auch für Nichtraucher. Ergo dürfen beide eine Kneipe aufsuchen. Möchte man dort rauchen, so handelt es sich um eine Entscheidung des Rauchers. Ist dies nicht möglich, muss er die Konsequenz tragen und vor der Türe rauchen. Die meisten Raucher akzeptieren ja auch, dass man in der Kirche nicht Rollschuh fahren darf, weil es die anderen stören würde.
Sehr schön, ist es immer wieder mitanzuhören, wie von hartnäckigen Verfechtern des Rauchens polemische Halbwahrheiten in Umlauf gebracht werden, um Ihren Standpunkt zu untermauern. Näher betrachtet halten diese jedoch keiner näheren Prüfung stand. In einem Kommentar habe ich gelesen "Bedauern kann ich nur den Gaststättenbetreiber, der sich als Gastgeber vorschreiben lässt wie er seinen Gast zu bewirten hat. Und als Gastgeber möchte ich meinen Gast keinerlei Vorschriften machen es sei denn er benimmt gegen die guten Sitten und Anstand." Zum einen sind die Gäste eines Gastwirts keine wirklichen Gäste, sondern Kunden. Sonst würde sich mir die Frage stellen, ob der Autor des Kommentars auch daheim seine Gäste abkassiert, wenn diese gehen möchten. Des Weiteren verstößt jemand, der andere einer gesundheitlichen Gefahr aussetzt wohl offensichtlich gegen jegliche guten Sitten und Anstand. Natürlich ist der Kunde König, aber um als solcher behandelt zu werden, muss er sich kaiserlich verhalten, das weiß schon der Volksmund.
Schränkt ein mögliches Rauchverbot, die persönliche Freiheit, die jedem von gesetzeswegen garantiert ist, ein? Nein natürlich nicht, denn die persönliche Freiheit ist nur solange garantiert, solange sie keinen anderen Menschen beeinträchtigt.
In vielen anderen europäischen Staaten ist ein allgemeines Rauchverbot bereits heute Realität und in keinem dieser Länder wurde das Thema so problematisiert wie hierzulande. Im Zuge der Europäischen Union werden weitere Länder folgen. Deutschland versucht in so vielen Gebieten eine Vorreitererolle in Europa einzunehmen, warum kämpfen wir in Sachen Nichtraucherschutz um die rote Laterne?
Selbst von Gleichberechtigung zwischen Rauchern und Nichtrauchern zu sprechen, allein das ist schon blanker Hohn. Stark überspitzt entspricht das der Gleichberechtigung zwischen Mörder und Leiche, zwischen Täter und Opfer. Warum sollte ein Nichtraucher nach Gleichberechtigung mit einem Raucher streben. Jeder Mensch wird zugegebenermaßen als Nichtraucher geboren. Die einen entscheiden sich, dies Ihr Leben lang zu bleiben, die anderen entscheiden sich, zu rauchen. Dies ist eine freie Entscheidung, die jedem sicherlich frei steht. Aber wer sich für das Rauchen entscheidet, der muss eben auch Einschränkungen, die mit dieser Entscheidung verbunden sind, billigend in Kauf nehmen. Wer sich entscheidet, bei Regen Fahrrad zu fahren, der nimmt ja auch in Kauf, nass zu werden.
Die Diskussion über ein Rauchverbot bzw. über den Nichtraucherschutz ist eine Diskussion, die seitens der Raucher rein über Emotionen und Polemik geführt wird. Plakative Sachverhalte werden außerhalb Ihres jeweiligen Kontexts als Argumente verwandt ohne die ganze Wahrheit zu nennen.
Letztlich bin ich durchaus geneigt, anzunehmen, dass durch ein Rauchverbot vorübergehende Umsatzeinbußen in der Gastronomie, besonders in Kneipen, entstehen. Ich bin jedoch fest davon überzeugt, dass diese nur von kurzer Dauer sind. Denn jeder trotzige Raucher und passionierte Kneipengänger, der in anfänglicher Euphorie den Kneipen aufgrund des Rauchverbots abschwört, wird nach kurzer Trotzphase und mangels Alternative in seine dann rauchfreie Stammkneipe zurückkehren. Es ist ja schließlich nicht das gemeinsame Rauchen, was die Menschen in die Kneipen treibt. Es ist die Geselligkeit, ein gemütliches Bierchen mit Freunden und ein Schwätzchen über dies und das. Leute, die meinen, dies auf längere Dauer in privater Runde realisieren zu können, sind Utopisten und verlieren mit Sicherheit bereits nach einigen privaten "Runden" die Lust an dem zu betreibenden Aufwand und wenden sich wieder einer Kneipe zu, in der man bedient wird.
Die deutsche Kultur und auch das Sozialverhalten der Deutschen werden mit Sicherheit durch ein Rauchverbot keinen Schaden nehmen. Sollte aber auch nur ein Mensch durch Passivrauchen sterben, so ist dies schon viel zu viel. Klar ist das wenig, wenn man so ganz abstrakt von einem Toten durch Passivrauchen spricht (vor allen im Gegensatz zu vielen Millionen Rauchern). Aber wenn dieser eine abstrakte Tote plötzlich nicht mehr nur eine Zahl, sondern ein Freund oder sogar ein Angehöriger ist, dann wird die Sache ganz persönlich. Welcher Raucher möchte seinem Bruder, seiner Schwester, seinem Kind erklären, dass er mit für seinen/ihren Tod verantwortlich ist. Diese Frage klingt polemisch, aber jeden Tag gibt es in unserem Land Menschen, die sich mit dieser Frage auseinander setzen müssen. Und jeder könnte der nächste sein.
Ein Wort noch zu den Steuern: viele Raucher empfinden sich selbst offensichtlich als finanzielle Retter unseres Staates, da sie ja über die Tabaksteuer ach so viel Geld in die Staatskasse spülen. Zu einem muss man sagen, dass bereits heute viele Raucher diese Abgabe umgehen, denn wie oft sieht man Raucher mit ausländischen Zigaretten, die sie sich von irgendjemandem aus dem Urlaub mitbringen lassen. Auch geschmuggelte Zigaretten werden immer präsenter. Müsste nicht jeder Raucher gerne nur in Deutschland ordnungsgemäß versteuerte Zigaretten kaufen, um sich als Retter der Staatskasse fühlen zu dürfen? Zugegebenermaßen sind die Steuereinnahmen durch die Tabaksteuer nicht zu vernachlässigen, aber hierzu gibt es zwei Dinge anzumerken. Erstens ist nicht davon auszugehen, dass die meisten Raucher, selbst wenn ein allgemeines Rauchverbot in der Gastronomie in Kraft tritt, mit dem Rauchen vollständig aufhören werden. Zweitens senken sich durch weniger Raucher (einige werden wohl aufhören) und durch eine stark verminderte Zahl an passivrauchenden Nichtrauchern die Kosten für das Gesundheitssystem sowohl von staatlicher Seite aus als auch für die Krankenkassen. Sollte sich hierdurch der allgemeine Krankenkassenbeitrag senken, so bin ich gerne bereit diese Ersparnis abzugeben um das steuerliche Defizit auszugleichen. Der Effekt für jeden Bürger wäre der: Eine deutlich rauchfreiere Umgebung und das zum gleichen Preis (das Nettoeinkommen bleibt ja vollkommen gleich), den er heute schon für eine verqualmte Umwelt bezahlt. Mehr Lebensqualität zum Nulltarif, wer kann da "Nein" sagen?
Ich hoffe, die einzelnen Bundesländer sind in der Lage, das neue Verfassungsgerichtsurteil richtig zu deuten. Denn was hier zunächst von einigen als Sieg der Raucher gefeiert wurde, ist eigentlich eine klare Niederlage derselben. Das bisherige Rauchverbot war nur deshalb verfassungswidrig, weil kleine Kneipen benachteiligt wurden, nicht weil Rauchen ein Grundrecht ist. Das Verfassungsgestz hatte das Recht auf Unversehrtheit und das Recht auf Ausübung des Berufs gegenüber zu stellen, dabei stellte sich eine Benachteiligung kleiner Kneipen heraus, die es zu beheben gilt. Diese Behebung ist am besten durch ein striktes Rauchverbot zu realisieren.
PS: Für alle die es bisher nicht wussten: Rauchen ist kein Recht !
Rainer Schmid, Nürnberg schrieb am 18.01.
Ich kann dieses andauernde Gejammer der Wirte und vor allem unserer rauchenden Mitbürger nicht mehr hören!
Diese fadenscheinigen Aussagen, wie:
„Es wird doch kein Nichtraucher gezwungen in eine Rauchergaststätte zu gehen“
„Es sollte jedem Wirt selbst überlassen werden, ob er Rauchen zulässt oder nicht“
Sind falsch und dumm zugleich!
Ich frage hier mal die Raucher:
Wer zwingt Euch denn dazu zu rauchen?
Etwa die Wirte, oder gar wir Nichtraucher, oder vielleicht der Staat, weil er eure Steuern braucht? Nein, das seid ihr ganz allein, besser gesagt eure Sucht, der Trieb zu rauchen! Es wird also keiner von euch dazu gezwungen zu rauchen und folglich ist es deshalb auch völlig unnötig auch nur in geringster Weise darauf Rücksicht zu nehmen! Es steht euch also vollkommen frei, in jede rauchfreie Gaststätte oder Kneipe zu gehen, auch dort gemütlich sitzen zu bleiben, ohne ständig zum Rauchen vor die Türe rennen zu „müssen“!
Einzig euer eigener Zwang, eure Sucht hindert euch daran, sonst nichts!
Wie kommt ihr dann dazu den Spieß immer umzudrehen, uns Nichtraucher vorzuhalten, dass keiner gezwungen werde in eine verrauchte Gaststätte zu gehen?
Und an die jammernden, ach so armen Wirte:
Wer hat euch denn die vielen Jahre davon abgehalten nichtraucherfreundliche Zustände zu schaffen? Zustände, die vielleicht Rauchern und Nichtrauchern gerecht geworden wären? Wer hatte denn den Mut, seine Gaststätte zumindest probeweise als Nichtraucherlokal auszuweisen? Wer mit den räumlichen Möglichkeiten hat den einen separaten Raum für Nichtraucher eingerichtet? Wer von euch hat denn auf freiwilliger Basis seinen Hintern hochbekommen und sich Gedanken über eine friedliche Koexistenz von Rauchern und Nichtrauchern gemacht? So gut wie Keiner!!
Denn, hättet ihr das geschafft, anstatt dauernd nur zu jammern, dann wäre es vielleicht nie zu einem solchen Nichtraucher- Schutzgesetz gekommen! Ihr seid also in gewisser Weise selber daran schuld! Nicht einmal jetzt, nachdem das Kind für euch „in den Brunnen gefallen ist“, bringt ihr es fertig das Beste daraus zu machen! Nein, ihr jammert lieber weiter!
In diesem Sinne Prost und danke an die Gesetzgeber!!
Sven Fuchs, Berlin schrieb am 07.01.2008
Hallo Mensch!
Jegliches lamentieren der Raucher über eine Benachteiligung halte ich für völlig überflüssig. Denn es gibt schlicht und einfach folgende Tatsachen:
1) Raucher schädigen die Gesundheit ihrer Mitmenschen!
Dies alleine ist für mich Grund genug ein Rauchverbot dort zu veranlassen, wo Nicht-Raucher vom Rauch betroffen sein können. Dafür ist der Staat eben verantwortlich. Die Sicherheit und die Gesundheit seiner Bevölkerung zu gewährleisten.
2) Die überwiegende Mehrzahl der Raucher ist SÜCHTIG!
Warum muss ich als gesunder Mensch auf die Sucht von Rauchern achten? Warum muss ich mich von Euch schädigen lassen?
Der Normalfall sollte eben nicht sein, dass ich als Nichtraucher darum bitten muss, dass ich nicht durch den Rauch Anderer geschädigt werde. Der Normalfall sollte sein, dass der Raucher, wenn er schon süchtig ist und seine Sucht nicht kontrollieren oder überwinden kann, erst Rücksicht auf seine Mitmenschen nimmt. Und dann seiner eigenen Sucht dort nachgibt, wo niemand anderes davon betroffen ist/geschädigt wird.
Und dass man heutzutage überhaupt mit aufgeklärten Menschen diskutieren muss dass diese bitte Ihre Zigarette ausmachen, weil Kinder zugegen sind ist einfach unverständlich.
FAZIT: Rauchen in Anwesenheit von Nichtrauchern ist alleine aus gesundheitlichen Gründen schlichtweg UNSOZIAL.
Über die Ausgestaltung der Gesetzte lässt sich streiten. Über die grundsätzliche Notwendigkeit und Selbstverständlichkeit des gesundheitlichen Schutzes der Bevölkerung nicht.
Mit freundlichem Gruße
Robert Ulzhöfer, Erding schrieb am 11.12.2007
Hallo zusammen,
obwohl ich die Gesetzesreform auch als nicht Nichtraucher nicht gerade glücklich finde, bin ich dennoch für das Gesetz. Alle bisherigen Versuche der Freiwilligkeit auf Grundlage von Vernunft und Einsicht führten zu nichts.
Meine Tochter hat das Laurell-Eriksson-Syndroom, eine angeborene Unterfunktion der Selbstreinigungsfähigkeit der Lunge. Medikamentös ist da nichts zu machen, sie darf z. B. nie in einer chem. Reinigung oder dgl. arbeiten, da die die Schadstoffe in der Luft ansonsten ihre Lebenserwartung deutlich reduzieren würden. Ein Grund, warum wir auf dem Land leben.
Was hatten wir immer für Stress mit der Suche nach einem rauchfreien Restaurant für Geburtstagsfeier, Abiturfeier, Slberhochzeit, Kommunion, Firmung usw. Ein Wirt nach dem anderen schüttelte auf die entsprechende Frage den Kopf. Nach der zehnten negativen Antwort gaben wir's in der Regel auf. Auf die Rückfragen bei den Wirten hieß es immer, da bleiben mir die Gäste weg. Nun, wir waren ja nur potentielle Gäste, wenngleich meist mit 10 oder 15 Mann/Frau. Aber wenn Wirte auf diese Einnahme verzichten können, bitte. Nur will ich dann nie mehr was über schlechte Ertragslagen in der Gastronomie hören.
Einmal fanden wir ein Lokal mit der durchgestrichenen Zigarette auf dem dem Schild. Aber was für ein Aufstand, als am Nebentisch ein Gast das ignorierte und lautstark was von Diskriminierung faselte. Der Wirt gab kleinlaut bei. Auch meine Diskussionsvorschläge bei Wirten, dass z. B. in der Kleinstadt der Goldene Ochse am Montag rauchfrei, der Gasthof zur Post am Dienstag, der Unterwirt am Mittwoch, das Salerno am Donnerstag, das Akropolis am Freitag usw. rauchfrei haben könnte. Nein, heißt es dann, am Montag sind die Skatbrüder da, am Dienstag die Fußballer, am Mittwoch die Schützen, am Donnerstag die Trachtler usw., klar, da bleibt kein Tag mehr für die rauchfrei speisenwollenden Familien.
Also liebe Wirte, ihr habt jahrelang die Gelegenheiten gehabt, mit Phantasie und Kreativität zu Lösungen zu kommen, die alle zufrieden stellen können, aber ihr habt sie nicht genutzt und euch nur hinter euch selbst versteckt.
Jetzt bin ich froh, dass das Rauchverbot kommt.
Und noch was: Sahnetorten und Zigaretten zu vergleichen, wie es manche Raucher tun, ist ein ziemlich wackliges Argument. Wer 20 cm cm neben mir drei Sahnetorten verspachtelt schadet wirklich nur sich selbst und allenfalls übers Gesundheitssystem indirekt anderen. Der Tabakqualm zieht dagegen quer durch ganze Säle und da konnte ich mich bislang nur wehren, indem ich wegbleibe.
Es grüßt Robert Ulzhöfer, Erding
Agnes Mania, München schrieb am 06.12.2007
Sehr geehrte Damen und Herren,
ich bin absolut für ein Rauchverbot in Gaststätten und Kneipen und natürlich öffentlichen Räumen in Bayern. Ich hoffe, dass sich die Regierung jetzt durch diese ganzen Diskussionen nicht weichklopfen lässt und einen Rückzieher macht. Ich warte schon seit Jahren darauf, endlich in Ruhe und wohlriechend eine Kneipe nicht nur zu betreten, sondern auch verlassen zu können. Das einzige Problem, das ich bei dem Rauchverbot sehen würde, ist, dass viele Kneipen und Restaurants einen unzureichenden Dunstabzug haben und man dann nicht mehr nach Zigarettenrauch sondern nach altem Fett und anderem Essensdunst riecht :o)
Ich finde es ehrlich gesagt von "den Rauchern" eine bodenlose Unverschämtheit, sich - nach jahrhundertelanger absoluter Freiheit und Willkür - jetzt darüber aufzuregen, dass die Nichtraucher endlich mal ihr Recht und ihren Willen bekommen. Es wird sicher keinen umbringen, mal kurz rauszugehen und seine Zigarette draußen zu rauchen.
Umfragen in Irland und Italien haben vor Jahren schon ergeben, dass es funktioniert. Es darf einfach keiner mehr drinnen rauchen und fertig. Dadurch ist nicht nur die Luft in den Kneipen und Restaurants besser geworden, sondern viele Leute haben angegeben, gar nicht mehr so viel zu rauchen wie vor dem Rauchverbot. Diese Aussagen sprechen doch eigentlich für sich.
Es wird einfach ein bisschen dauern, bis sich jeder daran gewöhnt hat, und dann isses ganz normal (wie immer, vgl. die Benzinpreise, über die sich auch keiner mehr aufregt...)
Falls es einen Verteiler für Aktionen für das Rauchverbot gibt, würde ich gerne meine Adresse dafür hinterlassen. Ich bin durchaus bereit, auf die Straße zu gehen und die Aktion zu unterstützen, denn ich will frische Luft, und zwar überall.
Danke für Ihre Aufmerksamkeit.
Beste Grüße,
Agnes Mania, München
Charles Zastawniak, ein professioneller Bierzeltkellner schrieb am 05.12.2007
Servus von einem professionellen Bierzeltkellner und ehemaligem
Raucher (seit 1999 qualme ich nicht mehr). Meine Lebens- und
Arbeitspartnerin allerdings raucht uneingeschränkt weiter 1 bis 2 Schachteln
täglich...
Meine Meinung:
Mit dem Rauchverbot erwarte ich keine Umsatzeinbußen, im
Gegenteil ich sehe (geringem) Mehrumsatz entgegen. Mag sein dass anfangs ein
paar "Stinker" nicht mehr kommen wollen, doch die Bierzeltgänger werden
kommen!!!
Gewiß wird gemeckert... Doch statt immer wieder zum Rauchen nach
draußen zu gehen, werden viele ihre Suchtmomente dadurch stillen, dass sie
vermehrt am Glas nippen (dadurch die nächste Maß ehrer verlangen) und vermehrt
Brezeln, Radi und Käs bestellen. Immer werden Gesprächspartner am Tisch
sitzen, die gerade nicht zum Rauchen wollen
und da das Gespräch halt sehr
wichtig ist, bleibt der Raucher noch sitzen, bis es halt doch nicht mehr
geht.
Noch eine meiner Meinungen:
Als Kellner im Raucherzelt kann ich folgende
Schätz-Berechnung anführen: Von 1000 Gästen im Bierzelt sind ca. 25% Raucher
= 250, da die Geselligkeit und der Alkohol zu rund 4 Zigaretten pro Stunde animiert und jede Zigarette ca. 6 Minuten qualmt, jat jeder Raucher
stündlich 24 Minuten lang Glimmstengel an.
Das bedeutet, dass ich als Kellner
permanent dem aktiven Rauch von 100 Zigaretten ausgesetzt bin, der zusätzlich
durch den ausgeatmeten Rauch verstärkt wird. Die körperliche Schwerdstarbeit
als Bierzeltbedienung verstärkt sowohl die Atem- und Pulsfrequenz, wie auch
das größere Atemvolumen und die tieferen Atemzüge, denn aus der verrauchten
und verbrauchten Luft muß meine Lunge noch die Reste des Sauerstoffs
herausziehen. Dabei funktioniert meine Lunge wie ein Staubsauger für Rauch,
Rußpartikel und Feinstaub. Das häufige Abhusten beim Feierabend, die
Heiserkeit in der Stimme und letzlich Kopfweh und weiter Beschwerden bestätigen
dies.
Zu guter Letzt:
Bei mir war mal eine Gruppe Gäste von 18 Personen, die
alle nicht rauchten.
Als ich mich dafür beim Verabschieden der Gäste
bedankte, erklärte einer von Ihnen: "Bei mir hat man vor 4 Wochen
Lungenkrebs festgestellt, jatzt haben alle aufgehört zu rauchen!"
Herzliche Grüße
Charles Zastawniak
Bayerisches Staatsministerium für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz
Rauchfrei leben in Bayern mit den laufenden Projekten:
Rauchfreier Sportverein, rauchfreie Schulen in Bayern, rauchfreie Hotel- und Gaststättenbetriebe, rauchfreie Krankenhäuser und einer Helpline - telefonische Raucherberatung.
International/ USA:
NoTobacco.org This site offers educational videos, K-12 assembly programs, speakers, quit smoking info, anti-tobacco news, and a great anti-smoking links guide for teen smoking prevention. The mission of our sister group, Smokefree America, is to motivate youth to stay tobaccofree and to empower smokers to quit successfully.
Naturprodukte / Naturprodukteversand Naturideen
Naturkost stammt aus ökologischer Landwirtschaft. Bio-Bauern fördern und erhalten den natürlichen Kreislauf, der von einem gesunden und aktiven Boden über robuste Pflanzen und Tiere letztendlich zu gesunden und vollwertigen Nahrungsmitteln führt.
Ökologische Landwirtschaft schützt Trinkwasser, Boden und Klima, vermeidet Rückstände von Chemie in Boden und Lebensmitteln und schont die Rohstoffreserven. Strenge Kontrollen und Richtlinien der Verbände begleiten die Produkte von der Saat bis zur Verarbeitung.
Ob Vegetarier, Veganer, Makrobiotiker, Vollwert- oder Sonnenköstler - hier finden alle die passenden Lebensmittel. Unser Angebot finden Sie unter Naturideen.de
YUU-Skydive Fallschirmsport e.V.
Wir sind ein Fallschirmsportverein, der am Wochenende viele Besucher (Tandemspringer nebst Begleitung) bei sich am Platz und auch im Vereinshaus hat. Alleine schon wegen der vielen anwesenden Kinder unserer Mitglieder und unserer Besucher versuchen wir das Rauchen möglichst zu unterbinden. Das gelingt nicht immer und letztlich können wir unseren Besuchern das Rauchen derzeit nicht vollständig verbieten. Aber wir versuchen zumindest die Belästigung Anderer auf ein Minimum zu reduzieren.
Man findet uns im Netz unter www.yuu-skydive.de
Rauchfreie Zonen ein MUß für jeden Gastronom!
Es ist ein weitverbreiteter Irrglauben dass die Gästezahlen sinken, wenn das Rauchen in Gastätten verboten ist. Alle Gastronomen welche dies glauben und ebenso heftig argumentieren haben immer nur die Raucher vor Augen in Ihren Kneipen....aber nicht die Nichtraucher, welche erst garnicht reinkamen.
Glaubt es! Verqualmte Gastätten, verqulamte Klamotten, verqualmte Haare sind die/eure Umsatzkiller. In Südafrika habe ich viel zu tun und bin jeden Abend rauchfrei unterwegs. Dort gilt Rauchverbot und die Restaurants sind knackenvoll. Liebe Gastronomen denkt mal drüber nach warum es seit Jahren rückwärts geht in der Szenerie. Ich jedenfalls möchte mein von Ihnen gut und teuer zubereitetes Essen, genießen, schmecken riechen und mich wohl fühlen...ohne am nächsten Tag den Anzug zur Reinigung bringen zu müssen.
Best regards Kay-U. Blietz
P.S. South Africa is only a click away, your next holidays are already waiting.
Sehr geehrte Damen und Herren,
ich bin Nichtraucher und bin in einem Bar-Restaurant tätig. Leider wird bei uns stark geraucht. Ich finde es nicht richtig, dass das nichtrauchende Personal sowie die Gäste den schädlichen Qualm einatmen müssen. Ich hoffe sehr auf baldiges komplettes Rauchverbot in der Gastronomie.
Mit freundlichen Grüßen,
Dmitry Obraztsov, Düsseldorf.