Wir sind gegen ein Rauchverbot in der Gastronomie
- Wir sind gegen ein Rauchverbot
- Lebemann zu Schwabing
- Münchner After-Work-Smokes
Betreff: Rauchverbot in Gaststätten in Bayern.
Die verfassten Zeilen stellen ausschliesslich nur meine Meinung dar.
Vorweg möchte ich klarstellen, dass ich bekennender Raucher bin und ich mir auch bewusst bis, dass Rauchen der Gesundheit schadet. Weiter, dass das Passivrauchen einen so großen Schaden anrichtet wie in den Medien dargestellt, halte ich für sehr übertrieben. Nach den Mediendarstellungen müsste meine Familie (alle Nichtraucher) bereit zehnmal gestorben sein oder schwer krank sein. Alle (einschließlich ich) erfreuen sich bester Gesundheit. Soweit die Einleitung.
Zum Rauchverbot in Gaststätten:
Dass sich erst jetzt Gastronomen zu Worte melden und gegen das Rauchverbot Sturm laufen, kann ich nicht ganz verstehen. Bei Fragen an Gastwirte hörte ich in der Vergangenheit immer wieder, abwarten und mal schauen was da kommt. Hätten sich diese Frauen/Herren Gastwirte vorher etwas mehr umgehört und sich gegen das Rauchverbot ausgesprochen, wäre es sicherlich nicht so dick gekommen. Bereits Mitte 2007 konnte man nur für "einen" Tag von Pubsterben und über Klagen der restlichen Betreiber wegen Umsatzeinbußen in Irland lesen. Diese Mitteilungen auch aus anderen Ländern wurden nach meiner Meinung bewust nicht so veröffentlicht bzw. publik gemacht wie der sogenannte Nichtraucherschutz.
Bedauern kann ich nur den Gaststättenbetreiber, der sich als Gastgeber vorschreiben lässt wie er seinen Gast zu bewirten hat. Und als Gastgeber möchte ich meinen Gast keinerlei Vorschriften machen es sei denn er benimmt gegen die guten Sitten und Anstand. Wo bleibt denn der Ausspruch: "Der Gast ist König"? Es sollte doch jedem Gastwirt überlassen bleiben, ob er seine Gaststube nur für Nichtraucher oder für Raucher (je nach Örtlichkeit) offen hält, ggf. getrennte Räume dafür hat.
Und wenn es heißt, andere Länder machen das auch so, dann meine Antwort darauf: Wenn einer ins Wasser springt, muss ich nicht auch Nachspringen! Weiter kann man südliche Länder aus Klimagründen nicht als Vergleich heranziehen. Von Einschränkung der persönlichen Freiheit will ich erst gar nicht reden. Nur soviel, dort wo ich als Gast nicht mehr rauchen darf, dort gehe ich nicht mehr hin.
Es sollte sich der Gesetzgeber darüber klar sein, wie viele Arbeitskräfte auf der Strasse stehen werden nur weil dem Gastwirt der Umsatz und als Folge gar seine Selbstständigkeit fehlt bzw. ganz wegfällt. Es muss doch dann wieder das Volk aufkommen für die, die keine Arbeit oder Zusatzverdienste mehr haben. Als weiterer Nebeneffekt kommen ja noch auf die anderen Arbeitgeber zusätzliche Kosten zu, etwa weil der vor der Türe Rauchende sich eine Erkältung zugezogen hat und nun für 14 Tage aus dem Arbeitsprozess herausfällt.
Von der Nachbarschaftsbelästigung und zusätzlicher Umweltverschmutzung ganz zu schweigen. Nach meiner Meinung ist das erlassene Gesetz eine indirekte Aufforderung zum Begehen von Straftaten. Welchem Gastwirt ist zuzumuten jedem Gast der zum Rauchen vor die Türe geht, erst zum Zahlen aufzufordern. Hier ist doch der Zechprellerei Tür und Tor geöffnet. Die Folgen und Kosten zur Aufklärung stehen doch mit diesem Gesetz in krassen Widerspruch. Weiter wird dem Diebstahl ebenfalls Vorschub geleistet.
Soll etwa der Gastwirt auf die abgelegte Garderobe usw. aufpassen und womöglich noch Schadenersatz leisten? Wenn ich dies so betrachte meine ich, ist dieses Gesetz schon aus diesen Gründen verfassungswidrig. Weshalb ist denn der so genannte, in den Himmel erkorene Nichtraucherschutz, auf einmal so enorm wichtig. Hat da etwa nicht gar der Gesetzgeber die Schuld daran? Wir durften bis 16 Jahre weder in der Schule, Pausenhof noch auf der Strasse rauchen. Meiner Meinung nach ist es doch ein hausgemachtes Problem der Politiker, welche auf die viel besagte Demokratie halten und lange Zeit gegen diese Unsitte nicht vorgegangen sind. Nach meiner Meinung ist für die Politiker, die sich durch das Rauchverbot profilieren konnten oder wollten noch nicht das letzte Wort gefallen. Meine Meinung erhalten diese Herren und Damen bei der nächsten Wahl durch die richtige Antwort. Zum Schluss möchte ich unser Nachbarland Österreich loben, dort bleibt es den Gastwirten überlassen ob Raucher oder Nichtraucher. So einfach kann das sein.
DER KULINARIKER - Das Magazin für mehr Genuss (Ein Artikel von Lars Oldenbüttel)
Wir Idioten!
Das waren noch Zeiten. Der Sommer 1974 war heiß. Zumindest in meinen Erinnerungen. Fußball wurde auch gespielt. Und es war der letzte Sommer in relativer Freiheit, bevor es für mich in die Schule gehen sollte. Aber davon vielleicht mehr bei anderer Gelegenheit. Mein liebster Ort war schon damals die Kneipe. Natürlich rein beruflich und aus rein soziologischer Motivlage. Denn dort habe ich meinen ersten Job bekommen - und gleich meinen zweiten.
Der erste bestand darin, meinen Großvater und meine drei Onkel, allesamt Maurer, an Freitagen frühzeitig aus der Kneipe abzuholen, bevor von der ohnehin mager gefüllten Lohntüte das meiste bei meiner Lieblingswirtin Ilse Brockmeyer in der Kasse verschwand. Jeder hatte anschreiben lassen und die muntere Deckelparade forderte an Freitagen ihren bitteren Tribut. Mit natürlicher Autorität eines Kindes ausgestattet, am Vormittag mit einem Schokoladeneis und einer Rosinenwecke im Voraus bezahlt und mit kreativen Slogans wie "Die Saubande soll endlich zum Essen kommen!" von meiner Großmutter bestens gebrieft, ging es den Sandweg (Straße und Fußweg waren noch ungepflastert) in den Tempel der Gemütlichkeit, den Dom der unbekannten Genüsse und die Kathedrale gehobener Gastlichkeit. Schwer war die in Eisen gefasste Glastür und schwerer noch der Brokatvorhang, der, im Halbrund an einer Messingstange aufgehängt, mit seinen unzähligen Kragenarmen den Weg ins Innere dem uneingeweihten versperrte. Drinnen war es Dunkel und Nebelig. Die estnische Stadt Reval, Rot Ländle - die 68er reichweiteten auch in diese kleine Gemeinde - und das Kennzeichen der feinen Hansestadt Bremen hingen in der Luft und vermischten sich mit Schweiß, Pitralon, Bier und Korn zu einem Aroma, dass kein mir bekannter Koch auch nur im Ansatz bisher in gleicher Qualität auf den Teller zaubern konnte... lesen Sie diesen Artikel weiter ...
Manfred Hiemer - Rally and Racing Emotion GmbH schrieb uns am 08.12.07
sehr geehrte damen und herren,
ich werde in zukunft falls das rauchverbot kommt so wenig wie möglich in
gaststätten gehen. lieber lade ich meine bekannten zu mir ein und wir kochen und
essen gemeinsam........... und geniessen danach die
zigarette...............
leid tun mir nur die wirte............. die können ja nichts
dafür.............
viele grüße, manfred hiemer
Volksbegehren für die Wahlfreiheit von Wirten und Gästen
Initiative für Genuß Berlin
Wir, ein Zusammenschluß von Menschen und Vereinen, die mit dem Nichtraucherschutzgesetz für Berlin nicht einverstanden sind, haben die „Initiative für Genuß Berlin“ gegründet.
Wir befürworten den Schutz von Nichtrauchern, insbesondere im öffentlichen Raum.
Wir stehen FÜR ein gleichberechtigtes Miteinander von Nichtrauchern und Rauchern sowie eine vernünftige Regelung zum Rauchen in Gaststätten und FÜR eine Kennzeichnungspflicht von Gaststätten als Raucher- oder Nichtraucherlokal.
Wir sind als Kunden in Gaststätten FÜR die Freiheit der Selbstbestimmung sowie für das Fortbestehen der sozialen Strukturen und Kontakte in den Kiezkneipen und Gaststätten.
Die Gaststätten- Besitzer sollen die Möglichkeit behalten, selbst zu entscheiden, ob sie eine Nichtraucher- oder eine Rauchergaststätte betreiben und ob sie Nichtraucher- und Raucherbereiche einrichten wollen. Wir sind FÜR den Erhalt der wirtschaftlichen Existenz von gastronomischen Einrichtungen.
Wir sind gegen eine Überreglementierung durch Gesetze.
Wir haben gemeinsam mit der bundesweiten Dachorganisation Netzwerk Rauchen e.V. ein Volksbegehren zur Änderung des am 8. November 2007 verabschiedeten Nichtraucherschutzgesetzes für Berlin gestartet.
Tragen Sie die Idee weiter! Laden Sie unsere Unterschriftsbögen von unserer Internet-Seite! Vervielfältigen Sie die Bögen! Geben Sie sie an Freunde, Bekannte, Kollegen, Gaststätten und Tabakläden weiter! Nur gemeinsam sind wir in der Lage, das Volksbegehren zu einem Erfolg werden zu lassen.
Initiative für Genuß Berlin www.genussinitiative-berlin.de
Weiterführende Informationen und Downloads (pdf) der Initiative für Genuß Berlin
Unterschriftsbogen zum Antrag auf Zulassung eines Volksbegehrens
Aushang für Gaststätten
Volksbegehren für die Wahlfreiheit von Wirten und Gästen (Infoblatt 1)
Volksbegehren für die Wahlfreiheit von Wirten und Gästen (Infoblatt 2)
Georg Altvater aus Mannheim schrieb am 15.08.07
Rauchverbot in Baden-Württemberg - Erfahrungen und Befürchtungen:
1) Das Rauchverbot soll vor allem die Angestellten in den Gaststätten schützen. Tatsache ist, dass Wirte und Bedienungen meist zusammen mit den Gästen auf der Straßen stehen oder sitzen und rauchen.
2) Die Bistros und kleinen Kneipen sind bis 23:00 praktisch leer und das ganze Leben spielt sich davor ab. Befürchtung: Deutsche holen bei der kleinsten Ruhestörung die Polizei. Die wird sich in Zukunft, wenn es kälter ist, freuen. Früher konnte man alle lauten Gäste in die Kneipe verfrachten und die Fenster schließen lassen, das geht wohl nicht mehr.
3) Gewinner sind die großen Gaststätten, die einen Raucherraum einrichten können, die Kleinen kucken wieder in den Mond.
4) Ich beobachte immer mehr, dass die üblichen Kneipengänger zum überwiegenden Teil Raucher sind und wahrscheinlich mehr als 80% des Kleinkneipen-/ Bistro-Umsatzes gewährleisten. Das sind Leute für die die Kneipe eine Art zweites Wohnzimmer ist und die müssen dann für die Nichtraucher, die 1x im Monate für 1 Std. in eine Kneipe gehen, permanent zum Rauchen auf die Straße.
5) Alte Männer, deren Freizeitkultur sehr davon geprägt war, dass sie in der Kneipe bei Bier und Zigarre/ Zigarette Skat spielen konnten etc., müssen dann, oft auf schon wackeligen Beinen, auf die Straße rauchen gehen. Das ist entwürdigend.
6) Man erlebt sie schon, die hämischen Nichtraucher, die sich jetzt als Gewinner fühlen und sich bei jeder kleinen Rauchwolke ungebührlich aufführen. Am schlimmsten sind jene, die sehr stolz darauf sind, selbst mit dem Rauchen aufgehört zu haben, weil es sich meist um das einzige handelt, das ihnen je gelungen ist.
7) Beim Rauchverbot wird es nicht bleiben. Bald dürfen Dicke keine Sahnetorte oder Schweinshaxe mehr essen, der Alkoholkonsum wird gesetzlich auf 2 Pils (wenn überhaupt) pro Tag begrenzt. Eine BMI-Steuer wird eingeführt: Jeder der mit seinem Gewicht über der BMI-Norm liegt muß entsprechend Steuern bezahlen.
Thomas Stark schrieb am 05. August 2007
Ganz abgesehen von möglichen wirtschaftlichen Folgen stört mich vor allem die verlogene Argumentation. So finden sich immer die gleichen Aussagen:
1. Raucher schädigen Nichtraucher durch Passivrauchen.
- Soweit ja richtig aber wird ein Nichtraucher gezwungen eine Kneipe aufzusuchen, in der geraucht wird? Meines Wissens nicht. Die angebliche Rücksichtslosigkeit der Raucher erscheint vor solch einer Intolleranz doch ein wenig fragwürdig.
2. Raucher kosten den Staat durch Erkrankungen viel Geld.
- Nunja, Raucher bringen dem Staat durch enorme Steuern viel Geld. Vergleicht man die durch Erkrankungen bedingten Kosten mit denen des allgemein anerkannten Alkoholkonsums wirkt auch diese Argument fadenscheinig. Denn neben den nicht unerheblichen Kosten des Gesundheitswesens zur Behandlung alkoholbedingter Erkrankungen kommen hier auch noch diverse Einsätze von Rettungsdiensten und Polizei täglich hinzu, die durch Alkoholvergiftungen und alkoholbedingte Unfälle verursacht werden. Die Frage der Straftaten unter Alkoholeinfluß möchte ich garnicht weiter stellen.
3. Die Zigarettenkippen verschmutzen die Umwelt und wirken sich negativ auf das Stadtbild aus.
- Vielleicht ein paar mehr Aschenbescher aufstellen? Wer mal in einen alten Kaugummi getreten ist oder sich sogar darauf gesetzt hat sollte sich einmal die Relationen vor Augen halten.
In diesem Sinne - Für ein Verbot von Kaugummis in der Öffentlichkeit... und wenn wir gerade dabei sind, Hunde sollten auch abgeschafft werden. Ich weiß nicht wie viele Zigarettenstummel bei mir auch nur ansatzweise das Ekelgefühl erzeugen würden, dass ich empfinde wenn ich mal wieder das Glück habe mir Hundekot aus dem Profil kratzen zu dürfen.
Auch wenn ich als Raucher möglicherweise unter Befangenheit leide muss ich doch feststellen, dass ich mich durch dieses Ansinnen der Regierung stark in meinen Rechten eingeschränkt fühle. Der "Raucher" scheint hier systematisch als Feindbild der Gesellschaft aufgebauscht zu werden, der an allem Übel Verantwortung trägt.
Bernd Sturm aus Hamburg schrieb am 01. August 2007
Ich bin GEGEN ein Rauchverbot. Meine Stammkneipe rechnet mit erheblichen Umsatzrückgängen mindestens bis Jahresende noch. Irgendwann werden die meisten Raucher wieder in die Kneipe gehen, aber die Verweildauer wird kürzer sein und die Raucher werden auch nicht mehr so oft in Kneipe oder Restaurant gehen. Wenn ich mir vorstelle, ein schönes kaltes Pils oder ein schmackhaftes Dinner und ich darf nicht rauchen? Unmöglich.
In Skandinavien habe ich es schon einige Male erlebt. Grausig! Essen und schnellstens die Gastlichkeit verlassen. Vor der Tür 1 Zigarette rauchen, finde ich albern.
Konsequenz: Restaurantbesuche werden nur im Sommer gemacht, denn unter Sonnenschirmen wird es ja wohl noch erlaubt sein zu rauchen.
Alternative zum Rauchverbot seitens des Wirts - er betreibt einen "Raucherclub" nur für Mitglieder. Selbstverständlich können die Gäste eine 1-Tages-Mitgliedschaft erwerben.
Unsere Regierung ist nicht Bürgerfreundlich, also sind wir nicht Regierungstreu.
Frau Claudia Zienicke aus Berlin schrieb uns:
Wenn das Gesetz durch geht dann wird es in nächster Zeit noch mehr Arbeitslose geben. Da dann kleinere Gaststätten schließen müssen die keinen gesonderten Raum für nicht Raucher haben. Und da soll man noch Lust zur Selbstständigkeit haben? Also,dann doch lieber kein Gesetz.
Frau Dr. Olga Chraska aus Wien schrieb:
Ich selbst bin Nichtraucher und finde es trotzdem mehr als bevormundend, Rauchern das Rauchen an öffentlichen Plätzen, Gatronomie usw. zu verbieten. An dem ganzen Theater werden Firmen, die Zigarettenersatz produzieren, verdienen. US-Pharmakonzerne?