Gastronomen über das Rauchverbot
Werner Abele - Staufer Stube in Schwäbisch Gmünd schrieb am 02.09.07Es ist erstaunlich mit wie viel Intoleranz bzw. enormer Energie Nichtraucherverbände zu Denunziantentum, Verfolgung und Diskriminierung mit gezielten Hetzkampagnen, Email Aktionen usw. aufrufen. Würden solche Energieleistungen auch bei der Welthungerhilfe stattfinden könnten jährlich mehrer Millionen Menschen vor dem Hungertod bewahrt werden. z.B. pro-rauchfrei[.]de
Haben wir Deutschen nicht aus unserer Geschichte gelernt? Müssen wir immer wieder Personengruppen ausgrenzen, diskriminieren und bevormunden? Gab es nicht schon einmal eine Zeit wo eine Menschengruppe massivst diskriminiert, ausgegrenzt, denunziiert, gekennzeichnet, verfolgt und fast ausgerottet wurde?
Lt. Sozialministerium Baden Württemberg sterben jährlich ca. 270 Menschen an den Folgen des Passivrauchens. Zum Schutz vor diesen Folgen wurde ein BNRSchG sowie das LNRSchG eingeführt. Was im Grundsatz absolut richtig ist.
Lt. Sozialministerium sind im ersten Halbjahr 2007 ca. 300 Menschen bei Badeunfällen ums Leben gekommen. Wann wird endlich ein generelles Badeverbot eingeführt? Unsere Bundes- sowie die Landesregierungen fordern ständig mehr Eigenvorsorge, Eigenverantwortung und Eigeninitiative von Bürgern in allen belangen des täglichen Lebens. Gleichzeitig jedoch beschließen die gleichen Politiker bei den banalsten Dingen die Bürger zu entmündigen, bevormunden und Ihnen Ihr Selbstbestimmungsrecht zu entziehen.
Jeder Wirt hatte schon immer das Recht (Hausrecht) bestimmte Personengruppen vom Betrieb auszuschließen, wenn dabei keine Minderheiten oder Ausländer betroffen waren. Ebenfalls schon immer konnte ein Wirt innerhalb seiner Räumlichkeiten ein generelles Rauchverbot lt. Hausrecht durchsetzen wenn er dies wollte. Dies oblag seiner unternehmerischen Freiheit.
Ich kann mich nicht erinnern das ein Wirt einer Raucherkneipe einen Nichtraucher zum betreten seiner Räumlichkeiten gezwungen hätte. Dies konnte bisher jeder selbst bestimmen und es bedurfte keinerlei gesetzlicher Regelung. Durch das LNRSchG wird das Grundrecht auf unternehmerische Freiheit dahingehend eingeschränkt, dass ein Wirt nicht mehr entscheiden darf welche Personengruppe und in welchem Umfang er diese bewirtschaften will und welche nicht.
Wäre eine einfache Kennzeichnung von Gaststätten nicht der einfachste Weg gewesen? So würde sich ganz liberal und marktorientiert, in Raucher und Nichtrauchergaststätten, der Markt regulieren und bedarfsorientiert gestalten ohne das irgend eine Personengruppe in irgend einer Art und Weise in Ihren Grundrechten benachteiligt oder gefährdet wäre.
Ich denke dass es global wohl sehr viel wichtigere Sachen, zum Wohl aller Menschen, zu regeln gilt als sich durch übertriebene Regelungswut zu profilieren.
- Gastronomen zum Thema Rauchverbot
- Harry Hardt - Inhaber eines Bistros im Schwarzwald
- Restaurant Asia Darmstadt
- Hubertus von Garnier - Musik Bistro in Radolfzell
- Volker Wenger vom Longhorn Saloon in Oldenburg/H.
- Mario Sambale - Kummer Kasten - Kiezkneipe in Niederschönhausen
- Claus Felber, SOWIESO-Musiklokal in Laufen/ Oberbayern
- Evi Ebel von Evi´s Pub aus Sondernheim
- Angelika Lautenschlager aus Pielenhofen
- Sigi & Team vom Bla Bla aus Emmering
- Robert Manz - Pilsbar Treff in Memmingen
- Susanne Cholewa von Joe´s Pool-Factory
- Xavier Christen Restaurant & Bar Dorta aus Zuoz (CH)
- Torsten Hinnrichs vom Hinnis in Hamburg
- Mario Römkens vom Dorfstadl in Bad Orb
- Werner Abele von der Staufer Stube in Schwäbisch Gmünd
- Wolfgang Richter - VIVA Restaurant Hannover
- Frank Bartram vom Melody Beerhouse in Garbsen
- Michael Maskow von der Gaststätte Zum Fuchs
- Michael Rubbel (ein nichtrauchender Wirt mit rauchender Freundin)
- Fred Schenk vom Schumacher-Treff in Grevenbroich
- Sascha Appel vom Bistro Nordisch in Memmingen
- Andreas Graf vom Schluck Specht in Nalbach/ Piesbach
- Wolfgang Stengel von der Gaststätte Catweazle
- Karl-Heinz Werner vom Landgasthof zur krummen Linde
- Klaus Wolters vom Landgasthaus Rehmühle