Gastronomen über das Rauchverbot

Angelika Lautenschlager aus Pielenhofen ( bei Regensburg ) schrieb uns am 07.11.2007

Ich habe seit Anfang dieses Jahres selber eine kleine, gemütliche Schankwirtschaft übernommen. Dort treffen sich schon seit Jahren einige Dorfbewohner zum Bier trinken, rauchen und Karten spielen. Es gibt auch noch eine zweite „urige“ Dorfkneipe bei uns, in der wir uns alle regelmäßig treffen. In beiden Kneipen verkehren zu 99 % nur Raucher und die restlichen 1 % die dort hinkommen, stören sich nicht daran. Es sind höchstens mal einer oder zwei dabei die nicht rauchen.

Durch dass neue Gesetz, werden wir nicht mehr so oft Gäste haben und von den 1 % können wir auch nicht leben. Das heißt, wir werden schließen müssen. Kann es wirklich sein, dass man den Bürgern die Freiheit zu leben nimmt? Ist es im Sinne, dass die „kleinen“ die nur vom Bierumsatz leben, kaputt gemacht werden? Ich finde es soll alles im Rahmen bleiben und auch den Wirten ein Entscheidungsrecht geben, ob er eine NICHTRAUCHER oder RAUCHERKNEIPE macht. In Schulen, Ämter oder ähnlichen Einrichtungen kann ich es noch verstehen, aber nicht in Bierkneipen ( wo noch nicht mal gegessen wird ) oder Pilspubs. Darf man den Nachts überhaupt noch auf die Strasse oder muss demnächst jeder um 22:00 Uhr zuhause sein? Was wird nächstes Jahr verboten?

Ich möchte auch noch erwähnen, dass von den früheren Wirtinnen der beiden Dorfkneipen ( beiden hatten über 50 Jahre die Wirtschaften betrieben ), die eine selber immer geraucht hat und kürzlich Ihren 90. Geburtstag gefeiert hat und die zweite zwar nie selber geraucht aber immer passiv mitgeraucht hat und inzwischen über 78 Jahre ist und beide erfreuen sich bester Gesundheit !!!

Die Politiker sollen sich lieber über wichtigere Dinge Gedanken machen und nicht immer auf die „Kleinen“ los gehen.